Jugendtheater
Schon seit der Gründung von TheKaGram war es unser Ziel, neben den regulären Produktionen auch eine eigene Jugendtheatergruppe aufzubauen und jungen Menschen die Möglichkeit zu geben, Theater aktiv zu erleben. Mit der Produktion im Jahr 2011 konnte dieses Vorhaben schließlich verwirklicht werden – ein wichtiger Schritt für die Weiterentwicklung unserer Theatergruppe.
Dabei ging es uns nicht nur darum, Jugendliche auf die Bühne zu bringen, sondern ihnen einen umfassenden Einblick in die Welt des Theaters zu ermöglichen. Deshalb war es uns besonders wichtig, dass sie auch hinter den Kulissen aktiv mitarbeiten konnten. Ob beim Gestalten des Bühnenbildes, in der technischen Umsetzung von Licht und Ton, beim Soufflieren oder beim Schminken der Darsteller*innen – die Jugendlichen waren in viele Bereiche der Produktion eingebunden. So konnten sie ihre eigenen Ideen einbringen, neue Fähigkeiten entdecken und erleben, wie viel Teamarbeit und Kreativität hinter einer gelungenen Aufführung steckt.
An der Arche um Acht (2011)
von Ulrich Hub
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Hilfe, die Herdmanns kommen! (2012)
von Barbara Robinson
Die Herdmanns gelten im gesamten Ort als die schlimmsten Kinder aller Zeiten – sie lügen, stehlen, rauchen und erzählen schmutzige Witze. Sie schikanieren Jüngere, beschimpfen ihre Lehrer, missbrauchen den Namen des Herrn und legen wiederholt Brände. Nun haben sie es dennoch geschafft, sämtliche Hauptrollen im jährlichen Krippenspiel der Jungschar zu ergattern – obwohl ihnen die Person Jesu völlig unbekannt ist. Allgemein erwartet man das denkbar schlechteste Krippenspiel aller Zeiten. Dass es dann ganz anders kommt – mal komisch, mal warmherzig –, führte das Ensemble in dieser ebenso unterhaltsamen wie berührenden Weihnachtsgeschichte eindrucksvoll vor Augen.
Das Kinder- und Jugendensemble von TheKaGram (Alter: 8 bis 17 Jahre) überzeugte mit spielfreudigen Darbietungen. Obwohl die meisten Akteure noch über keine Bühnenerfahrung verfügten, verkörperten sie ihre Figuren durchwegs authentisch. Eine Besucherin lobte: „Ein großartiger Spannungsbogen, von Beginn bis zum Ende.“ Auch die Licht- und Tontechnik agierte professionell und gewährleistete einen reibungslosen Aufführungsablauf.
Das Gespenst von Canterville (2016)
von Oscar Wilde
Im Stück „An der Arche um Acht“ von Ulrich Hub stehen drei Pinguine im Mittelpunkt, die von einer bevorstehenden Sintflut erfahren. Doch auf die Arche dürfen nur zwei Tiere jeder Art – eine schwierige Situation für die drei Freunde, die sich auf keinen Fall trennen wollen. Kurzerhand beschließen sie deshalb, den dritten Pinguin heimlich mit an Bord zu schmuggeln.
Während der Reise auf der Arche geraten die Pinguine immer wieder ins Grübeln und stellen große Fragen: über Gott, den Sinn des Lebens, über Freundschaft, Vertrauen und darüber, was richtig und falsch ist. Dabei erleben sie viele witzige, aber auch nachdenkliche Momente. Am Ende erkennen sie, wie wichtig Zusammenhalt, Ehrlichkeit und Vergebung sind. Trotz dieser tiefgründigen Themen bleibt das Stück leicht, humorvoll und voller Charme – und eignet sich dadurch besonders gut für eine Jugendtheateraufführung.
Ein amerikanischer Multimillionär kauft ein Schloss in England – samt Gespenst. Doch wer wird am Ende die Oberhand behalten: die ehrwürdige englische Tradition oder der pragmatische amerikanische Lebensstil?
Regisseurin Petra Kirschner hat die Vorlage von Oscar Wilde neu bearbeitet und die Geschichte mit musikalischen Elementen bereichert. Nach mehrmonatiger Probenarbeit standen zwölf Schauspieler*innen im Alter von 10 bis 19 Jahren auf der Bühne und überzeugten mit großer Spielfreude, Engagement und viel Begeisterung.
Besonders hervorzuheben ist Josef Haider in der Hauptrolle als Gespenst, der nicht nur schauspielerisch, sondern auch gesanglich überzeugen konnte. Ein großes Dankeschön gilt auch den Eltern der Jugendlichen, die den Transport zu den zahlreichen Proben stets zuverlässig organisierten – auch ihnen gebührt ein herzlicher Applaus.