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2018 - "Einen Jux will er sich machen" von Johann Nestroy

Jux

Der Inhalt:
Anfang der 60er Jahre des vorigen Jahrhunderts, die Wirtschaft ist so richtig im Aufschwung, die Gesellschaft befindet sich im Wandel zu einer Konsumgesellschaft, der Handel beginnt zu dominieren und erwirtschaftet auf Kosten des traditionellen Handwerks fette Gewinne. Die Spaltung der Gesellschaft in Gewinner und Verlierer wird immer größer.
Doch schon sind auch erste Protestbewegungen gegen diese Entwicklung sind spürbar, die Jugend beginnt langsam zu rebellieren und ist von Rock’n Roll und Kaugummi begeistert, die Jeansmode hält Einzug, die Antibabypille kommt auf den Markt. Alles das sind Beispiele von Entwicklungen, die die klassische Gesellschaft schockieren. „Trau keinem über 30“ wurde zur Parole der Jugend.
Einer der Gewinner dieser Zeit ist der reiche Warenhändler Zangler, der im fortgeschrittenen Alter seine Hochzeit in der Stadt mit Madame Knorr vorbereiten will. Vorher muss er sich aber noch den Verehrer seiner Nichte Marie, den unvermögenden Herrn Sonders vom Halse schaffen und Melchior, seinen neuen Hausdiener einweisen. Außerdem steht die Beförderung seines Angestellten Weinberl zu seinem Teilhaber an. Er beauftragt Weinberl mit der Geschäftsführung während seiner Abwesenheit.
Weinberl möchte aber einmal noch „auf den Putz hauen“, sein Alltagsleben durch einen „Jux“ bereichern, bevor er Teilhaber von Zangler wird und fährt mit dem Lehrbub Christopherl ebenfalls in die Stadt. Damit beginnt eine Kette von komischen Situationen und turbulenten Verwechslungen, die letztendlich doch zum unvermeidlichen Happy End führen.
Nestroy war immer schon wegen seiner Kritik an der Gesellschaft gefürchtet, die bei genauerem Hinsehen auch heute noch ihre Gültigkeit hat.
Diese Produktion ist Teil der 500 Jahrfeiern der Marktgemeinde Gramastetten.
Premiere ist am Samstag, 20. Oktober im Gramaphon in Gramastetten.
Weitere Aufführungen: 25.10., 27.10., 28.10., 2.11. und 3.11.2018 – jeweils 20 Uhr.