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"Einen Jux will er sich machen" - Johann N. Nestroy

Der Inhalt:
Als der von der Einförmigkeit seines Alltags frustrierte Weinberl von seinem Chef Zangler in Aussicht gestellt bekommt, Kompagnon in dessen Warengroßhandlung werden zu können, räsoniert er über sein bisheriges Leben: „Wenn ich nur einen wiffen Punkt wüsst' in meinem Leben, wenn ich nur von ein paar Tag sagen könnt - da bin ich ein "verfluchter Kerl" g'wesen – aber nein! Ich war nie "verfluchter Kerl".
Anstatt wie aufgetragen, in Zanglers Abwesenheit auf das Geschäft aufzupassen, begibt Weinberl sich mit dem Lehrling Christoph in die nahe gelegene Hauptstadt, um endlich einmal ein „verfluchter Kerl“ zu sein. Dort laufen sie beinahe Zangler in die Arme, der seine zukünftige Gattin besucht. Sie flüchten ins Modewarengeschäft der Madame Knorr, treffen dort Frau von Fischer, später auch noch Marie, Zanglers Mündel, die mit ihrem vom Vormund nicht goutierten Liebhaber August Sonders fliehen will („Das schickt sich nicht“) und den neuen Hausdiener Melchior („Das is klassisch“).
Bei Zanglers Schwägerin Fräulein Blumenblatt geben sie sich schließlich als Marie und August aus, bis diese beiden, sowie Zangler, Madame Knorr und Frau von Fischer ebenfalls dort eintreffen. Mit knapper Not entkommen Weinberl und Christoph und kehren zum Geschäft zurück. Dort ertappen sie die Einbrecher Rab und Kraps auf frischer Tat und werden dafür von Zangler belobigt. Auch Marie und August dürfen einander endlich in die Arme schließen.
Aber Weinberl, der Frau von Fischer einen – erfolgreichen – Heiratsantrag macht, ist von seiner Sehnsucht geheilt: Jetzt habe ich das Glück genossen, ein verfluchter Kerl zu sein, und die ganze Ausbeute von dem Glück is, dass ich um keinen Preis mehr ein „verfluchter Kerl“ sein möcht.
Spieltermine ab 20. Oktober 2018

Nestroy